Vogelschlag

Vogelschlag sind Kollisionen von Vögeln mit Flugzeugen, die vor allem in der Start- und Landephase ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Am Flughafen Köln/Bonn gibt es einen Vogelschlagbeauftragten. Regelmäßig beobachten zwei Mitarbeiter das Airportgelände, fahren vor- und nachmittags über den Flughafen und halten Ausschau nach Vogelansammlungen. In Feldprotokollen halten sie die Informationen fest und notieren, wenn sich etwa Schwärme gebildet haben. Mittels Pistolen mit Knallkörpern verscheuchen sie die Vögel (sogenannte Vergrämung). 

Damit sich Vögel nicht niederlassen, macht man das Gelände von vornherein so unattraktiv für Vogelschwärme wie möglich und lässt 20 bis 30 cm langes Gras stehen. Stare, Krähen oder Mäusebussarde können so potentielle Beutetiere wie Mäuse nicht sehen und jagen. Sie bleiben dem Areal fern. Da vor allem unerfahrene Jungvögel schneller in Triebwerke geraten, werden auch die Gebäude am Flughafen untersucht und beginnender Nestbau unterbunden. 

Die Methoden zur Vogelschlagverhütung werden ständig weiterentwickelt. Deutschland ist im europäischen Vergleich führend, weil es einen eigenen Verein gibt, der sich dieser Herausforderung angenommen hat. So haben die deutschen Flughäfen schon vor über 40 Jahren den Deutschen Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL e.V., www.davvl.de) gegründet. Dies ist einmalig in Europa und wichtig für die Sicherheit im Luftverkehr. Der DAVVL wertet alle verfügbaren Informationen über Vogelschläge aus, um auf dieser Grundlage gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Verein gibt unter anderem eine Vogelzugvorhersage heraus und verbreitet Vogelzugwarnungen.