Flugrouten

Von entscheidender Bedeutung für eine Verringerung des Fluglärms ist die Festlegung der An- und Abflugrouten. Das wünschenswerte Ziel, nur unbesiedelte Gebiete zu überfliegen, ist auf Grund der Flughafenlage innerhalb eines Ballungsgebiets nur bedingt umsetzbar. Um eine breite Streuung und damit die Belastung eines größeren Bevölkerungsteils zu verhindern, wird der Luftverkehr auf Sollkurse gebündelt.

Im März 1999 wurde am Köln Bonn Airport mit dem NeSS-Verfahren (New Standard Instrument Departure and Standard Instrument Arrival Routes) ein neues Navigationssystem eingeführt, bei dem ein Bordcomputer, das Flight Management System, die Navigation übernimmt. Der Computer berechnet unter Berücksichtigung aller maßgeblichen Randfaktoren (Geschwindigkeit, Gewicht, Windverhältnisse etc.) die ideale Flugroute und verringert somit die Abweichung von der Ideallinie. Die Streubreite der Abflugkorridore wird somit erheblich reduziert.

Über die Routen war in der Lärmschutzkommission und in diversen Konsensgesprächen zwischen Vertretern der betroffenen Gemeinden Ende der 90er Jahre monatelang diskutiert worden. Über 80 Varianten hatte die Deutsche Flugsicherung (DFS) im Rahmen des Festlegungsverfahrens auf ihre Tauglichkeit überprüft, ehe sich die Kommission auf die neuen Routen verständigte.

Über die Festlegung der Routen beratschlagten die beteiligten Gemeinden, die sich bis auf eine Ausnahme einvernehmlich einigten. Die Kommission sprach somit eindeutige Empfehlungen an die Deutsche Flugsicherung aus, die diese unter Berücksichtigung von flugsicherungstechnischen und -betrieblichen Aspekten umsetzte.

Die Karte lässt sich beliebig einsehen und vergrößern. Auch die Grafiken mit den gemessenen Lärmwerten der einzelnen Messstellen können Sie aufrufen. Die Messdaten werden regelmäßig aktualisiert.

An- und Abflugrouten und Lage der Lärmmessstellen

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