Positives Ergebnis von 13,5 Millionen Euro in 2025.
Verkehr trotz Herausforderungen auf hohem Niveau.
Investitionen in Standortqualität und Reisekomfort.
Landung weit in der Gewinnzone: Der Flughafen Köln/Bonn hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen und zum vierten Mal in Folge einen deutlichen Gewinn erzielt. Mit einem Jahresüberschuss von 13,5 Millionen Euro behauptete sich das Unternehmen wieder in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld. Im Jahr des 75-jährigen Bestehens der Flughafengesellschaft setzte der Airport damit seine erfolgreiche Entwicklung fort.
„Vier Jahre in Folge mit Gewinn zeigen, dass das große Engagement des gesamten Teams Früchte trägt und unser Geschäftsmodell auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen funktioniert“, sagt Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Wir setzen auf die zentralen Säulen Passagierverkehr und Frachtgeschäft und entwickeln unseren Standort gezielt weiter. Besonders sichtbar ist das bereits in den Terminals an unserer modernen Gastronomielandschaft oder der neuen Sicherheitskontrolle.“ Schmid ergänzt: „In den vergangenen vier Jahren haben wir rund 180 Millionen Euro in die Standortqualität investiert und die Attraktivität des Flughafens nochmal deutlich gesteigert.“ Allein in den nächsten fünf Jahren sollen weitere mehr als 400 Millionen Euro in die Infrastruktur fließen. „Gleichzeitig ist aber klar: Damit wir weiterhin erfolgreich wirtschaften und unserer Rolle als Mobilitätshub mit besten Verbindungen in die ganze Welt gerecht werden können, brauchen wir in Deutschland niedrigere Standortkosten und damit wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen“, so Thilo Schmid. Das erneut sehr positive Jahresergebnis unterstreicht die wirtschaftliche Robustheit des Flughafens: Der Umsatz stieg, insbesondere infolge der Übernahme der Passagierkontrollen zu Jahresbeginn, um mehr als 80 Millionen auf 444,2 Millionen Euro und lag deutlich über dem Vorjahr (2024: 363,8 Millionen Euro). Trotz eines Rückgangs des EBITDA auf 57,4 Millionen Euro (2024: 66,9 Mio. €) aufgrund der geplanten Tarifsteigerungen sowie der schwierigen Wettbewerbsbedingungen im deutschen Luftverkehrsmarkt schloss der Flughafen das Jahr mit einem Überschuss von 13,5 Millionen Euro ab (2024: 12,7 Mio. €).
„Auf der Basis unserer wirtschaftlichen Entwicklung können wir unseren Flughafen aktiv gestalten und in Produkt und Prozesse investieren“, sagt Geschäftsführer Cenk Özöztürk. „Das zeigt exemplarisch die neue Sicherheitskontrolle, die ein zentraler Baustein für mehr Reisekomfort und effizientere Abläufe ist. Gleichzeitig treiben wir die Digitalisierung in den Terminals mit neuen Services voran und setzen auch in der Flugzeugabfertigung noch stärker auf technische Innovationen, etwa bei der digitalen Steuerung des Flugbetriebs oder dem Einsatz von Robotik in der Gepäckanlage.“
Flughafen übertrifft Marke von 10 Millionen Reisenden erneut
Im Passagierverkehr bestätigte der Flughafen 2025 erneut seine zentrale Bedeutung für die Wirtschaft und den Tourismus: Mit 10,1 Millionen Fluggästen wurde die Zehn-Millionen-Marke erneut übertroffen (2024: 10,0 Millionen). Besonders gefragt waren Reisen in touristische Märkte wie Spanien, die Türkei und Griechenland. Auch Besuche bei Familie und Freunden im Ausland belebten das Passagiergeschäft.
Gedämpft wurde die Entwicklung vom rückläufigen innerdeutschen Verkehr und den anhaltend schwierigen Wettbewerbsbedingungen. „Herausfordernd bleiben insbesondere die hohen Standortkosten in Deutschland sowie aktuelle geopolitische Krisen und Konflikte, die sich auf den internationalen Luftverkehr als Ganzes auswirken. Für dieses Jahr haben wir uns dennoch vorgenommen, die Marke von 10 Millionen Reisenden wieder zu übertreffen“, sagt Thilo Schmid. Dafür baut der Flughafen gezielt sein touristisches Streckennetz aus: Im aktuellen Sommerflugplan verbinden 26 Airlines Köln/Bonn mit 115 Zielen in 38 Ländern; zwölf Destinationen sind neu im Angebot, darunter mit Belgrad, Tiflis und Bukarest auch weitere Hauptstadtverbindungen.
Im Frachtgeschäft bestätigte der Airport im Vorjahr seine Position als eines der wichtigsten Drehkreuze in Deutschland und Europa: Mit rund 840.000 Tonnen Luftfracht lag das Aufkommen 2025 stabil auf Vorjahresniveau. „Wir sind ein verlässlicher Partner für Industrie und Handel und die Unternehmen in der gesamten Region, die auf schnelle und effiziente Logistikketten angewiesen sind. Wir erfüllen damit eine Schlüsselfunktion für die Wirtschaft in NRW“, so Schmid.
Sicherheitskontrolle, Gastro & Co: Terminals im neuen Design
Parallel treibt der Flughafen die Verbesserung von Reisekomfort und Aufenthaltsqualität voran. Zentrales Projekt ist der Umbau der Sicherheitskontrolle, die bis zum Sommer vollständig auf neueste CT-Technik umgestellt und zu den modernsten Anlagen in Europa gehören wird. „Mit der neuen Sicherheitskontrolle schaffen wir ein angenehmeres Reiseerlebnis für unsere Gäste“, sagt Cenk Özöztürk mit Blick darauf, dass Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Handgepäck verbleiben können und mehrere Passagiere ihr Gepäck gleichzeitig auflegen können. Ab kommender Woche werden mehr als die Hälfte der 11 neuen CT-Kontrollspuren in Betrieb sein. „Schon heute profitieren viele Passagiere von den neuen Abläufen, und es zeigt sich, wie gut sich höchste Sicherheitsstandards, Effizienz und Komfort verbinden lassen“, so Özöztürk. Erlebbar wird die höhere Aufenthaltsqualität auch durch eine bunte „Kids Lane“ für Familien an der Kontrollstelle, modernes Mobiliar in den Aufenthaltsbereichen, einen neuen Fotospot im Dom-Design sowie das vielfältige Gastronomie-Konzept.
Darüber hinaus schreitet der Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur voran: Ein neues Parkhaus für Mitarbeitende, das derzeit entsteht, erhält in einer ersten Ausbaustufe rund 60 neue E-Ladesäulen. Unter anderem für die weitere Elektrifizierung der Vorfelder und den Ausbau von Ladeinfrastruktur auf dem luftseitigen Flughafengelände werden aktuell mehr als 30 Millionen Euro investiert; rund 10 Millionen Euro davon fördert die Europäische Union. Bereits kurz vor dem Abschluss steht der Neubau eines Holzheizwerks, das den Flughafen mit klimaschonend hergestellter Wärme versorgt.



